Wasser marsch!?

Brandschutzschulung in den Kindergärten

Ein technischer Defekt, eine kleine Unachtsamkeit und schon ist es passiert. Es brennt! Ein Eimer Wasser reicht da nicht immer aus…

In den Einrichtungen der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH hat das Thema Brandschutz höchste Priorität. Für den Fall des Falles ist es aber wichtig, gut vorbereitet zu sein. 

Deshalb kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindergärten St. Lucia, St. Martin und St. Nikolaus zu einer Brandschutzschulung der Feuerwehr Gelsenkirchen zusammen. Zunächst erwarben sie das notwendige theoretische Wissen für das richtige Verhalten im Brandfall. Schwerpunkte waren die Evakuierung der Kinder, Innendekoration und der Umgang mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln. Und weil alle Theorie grau ist, machten sie sich danach auf den Weg zur Feuerwache. Dort erlernten die Fachkräfte den praktischen Umgang mit einem Feuerlöscher und übten seine korrekte Handhabung. Sie erfuhren außerdem, welche Chance besteht, einen PC-Brand zu löschen.

Im Abschlussgespräch zeigte sich Ralf Kriyek von der Feuerwehr sehr erfreut und zufrieden über den Brandschutz und den Evakuierungsschutz in unseren Kindergärten und  nannte auch die pädagogische Durchführung sehr vorbildlich.

Für Rückfragen: Ute Kwasnitza, Unternehmenskommunikation, Tel.: 3157

Ein Geburtstagsfest nach Maß

25 Jahre Kindergarten St. Martin

Einen ganz wundervollen Festtag erlebten die Kinder, Eltern, Großeltern und Erzieherinnen des Kindergartens St. Martin am Sonntag! Gemeinsam mit vielen Gemeindemitgliedern und Familien, die sich über die Einrichtung der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH informieren wollten, feierten sie den 25. Geburtstag ihres Kindergartens!

Der Tag begann mit einer sehr feierlichen Familienmesse in der Propsteikirche St. Augustinus, bei der die Kinder – nicht nur als Sängerinnen und Sänger im Chor – im Mittelpunkt standen. 

Anschließend öffnete der Kindergarten seine Türen ganz weit für alle, die mitfeiern wollten. Und wer durch diese Türen trat, den erwartete ein tolles Programm. Während sich viele Erwachsene zunächst über das Angebot an leckerem Kuchen und duftendem Kaffee in der Cafeteria oder die Würstchen vom Grill freuten, probierten die Kinder erst einmal die „Spiele aus alter Zeit“ im Garten aus. Sie drehten am Glücksrad, zeigten beim Gummitwist oder bei Himmel und Hölle, wie hoch und weit sie hüpfen können, spielten mit dem Ball oder am Kicker mit den Vätern um die Wette.

→ weitere Bilder von unserem Fest sehen Sie hier


Kinder, wie die Zeit vergeht!

Der Kindergarten St. Martin feiert Jubiläum

Es ist kaum zu glauben: 25 Jahre sind vergangen, seit der neue moderne Kindergarten an der Ringstraße durch Weihbischof Wolfgang Große geweiht und von den Mädchen und Jungen in Besitz genommen wurde.

Dieses Ereignis feiert der Kindergarten am Sonntag, dem 14. August 2016 mit einer Familienmesse in der Propsteikirche St. Augustinus um 10 Uhr und einem anschließenden Tag der offenen Tür (11:30 bis 17 Uhr) im Kindergarten St. Martin, Ringstraße 49.

Dazu sind alle Kinder, die die Einrichtung in den vergangenen Jahren besucht haben, ehemalige Mitarbeiterinnen und alle, die den Kindergarten kennenlernen möchten, herzlich eingeladen.


Wechsel im Kindergarten-Führungsteam

Marie-Luise Scholz
Christine Blaton

In den Einrichtungen der St. Augustinus Kindergarten GmbH wird besonderen Wert auf die gemeinsame Arbeit in einem Führungsteam gelegt. Regelmäßige Fortbildungen der Führungskräfte und die Förderung junger Kollegen für diese Aufgaben machen dies deutlich.

Dementsprechend werden zwei neue Ansprechpartnerinnen mit Beginn des nächsten Kindergarten-Jahres (1.8.) in unseren Kindergärten St. Lucia und St. Martin Führungsaufgaben übernehmen. An neue Gesichter müssen sich die Mütter und Väter allerdings auch nach dieser Veränderung nicht gewöhnen: Christine Blaton und Marie-Luise Scholz sind bereits seit längerem in der St. Augustinus Kindergarten GmbH tätig. Sie übernehmen ihre Aufgaben von Diana Galda und Magdalena Scholtyschik, die beide in den Gruppendienst zurückkehren.

Die Erzieherin Marie-Luise Scholz arbeitet seit 14 Jahren im Kindergarten St. Martin. Nachdem sie sich einige Jahre hauptsächlich ihrer Familie gewidmet und viele ehrenamtliche Aufgaben (zum Beispiel das Mutter-Kind-Turnen, in der Spielgruppe oder dem Liturgie-Ausschuss) erfüllt hat, war sie zunächst im Bereich der Sprachförderung, später als Fachkraft und Gruppenleiterin  tätig. 

Im Kindergarten St. Martin begleitet sie den Kinderchor und ist bei der Vorbereitung der Messen aktiv (Kirche mit allen Sinnen, FamilienKirche).  Ihr Schwerpunkt und berufliches „Steckenpferd“ ist die Pädagogik. Sie befasst sich gerne mit pädagogischen Themen und Literatur und ist eine kompetente Ansprechpartnerin für ihre Kolleginnen und Kollegen ebenso wie für Eltern. Begeistert erlebt sie, wie neue Erkenntnisse und  Entwicklungen – beispielsweise die im Kindergarten St. Martin gelebte Partizipationspädagogik -  bei den Kindern sichtbar werden. Marie-Luise Scholz bleibt dem Kindergarten St. Martin treu und wird künftig als Ansprechpartnerin für die Eltern da sein.

Seit vier Jahren gehört Christine Blaton zum Erzieherinnen-Team der St. Augustinus Kindergarten GmbH. Im Kindergarten St. Nikolaus hat sie zunächst mit Kindern mit besonderem Förderbedarf inklusiv gearbeitet. Ihre Schwerpunkte sind Sport und Musik. Als ausgebildete Gymnastiklehrerin verfügt sie über ein fundiertes Wissen, von dem auch die anderen Mitarbeiterinnen profitieren. Christine Blaton spielt mehrere Instrumente (unter anderem Saxophon und Geige) und ist von daher auch prädestiniert für die Begleitung und Förderung der Kinder mit musischen Interessen. Sie wechselt als Ansprechpartnerin in den Kindergarten St. Lucia und möchte die Zusammenarbeit aller drei Kindergärten stärken und intensivieren.


Pädagogischer Planungstag der Kindergärten

Einmal jährlich treffen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindergärten St. Lucia, St. Martin und St. Nikolaus, um die Strukturen der Einrichtungen zu verinnerlichen und die Gemeinsamkeit der Einrichtungen unter dem Dach der St. Augustinus Kindergarten GmbH zu vertiefen.

Im diesem Jahr kamen 29 Pädagogen und Anerkennungsjahrpraktikanten im Kindergarten St. Nikolaus zusammen, um neue Inhalte zur pädagogischen Arbeit zu erfahren. Zu Beginn wurden intensiv die Änderungen im Infektionsschutzgesetz, die Tarifänderungen in der AVR und auch die Inhalte im Jugendschutz- und Jugendarbeitsschutzgesetz vermittelt, die die Grundlagen für die tägliche Arbeit und den rechtlichen Hintergrund dazu enthielten.

In Plenums-, Einzel- und Gruppenarbeit diskutierten sie anschließend, welchen Weg die Kindergärten in Zukunft einschlagen und gehen wollen. Unter Anleitung der Betriebsleitung Nicole Funke-Wydra kamen sich die Kindergärten ein Stück näher und auch die Einzelteams lernten sich intensiver kennen. Nach der Mittagspause befassten sich dann alle Teilnehmer mit der Umsetzung der partizipativen Pädagogik in den einzelnen Kindergruppen und Altersstufen. Auch dazu gab es wesentliche Inhalte zu diskutieren und neue Erkenntnisse der neurobiologischen Gehirnentwicklung im Kindesalter mit ein zu beziehen.

Jetzt gilt es, die Ergebnisse dieses Erfahrungsaustausches in den nächsten Monaten in den Kindergärten umzusetzen.


Kindergärten St. Martin und St. Lucia bilden ihre Führungskräfte fort

Um immer wieder neue Anregungen in  den Einrichtungen zu erhalten, die pädagogische Arbeit stetig weiter zu entwickeln und neue neurobiologische Erkenntnisse umzusetzen, sind die Kindergärten der  St. Augustinus Kindergarten GmbH bereits seit vielen Jahren Ausbildungsbetrieb der Fachschulen für Sozialpädagogik. Ergänzend dazu qualifizieren sich langjährige Mitarbeiter/innen auch intern, um die gute Qualität der Einrichtungen zu erhalten und noch weiter zu verbessern. Zum Beispiel nahmen im vergangenen Jahr alle Mitarbeiter/innen an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Für 2016 ist die Ausbildung aller pädagogischen Fachkräfte zu Brandhelfern durch die Feuerwehr Gelsenkirchen vorgesehen.

Im Oktober 2015 begann die Betriebsleitung Nicole Funke-Wydra außerdem damit, einige Erzieher/innen zu neuen Führungskräften heranzubilden. In internen Schulungssitzungen lernen die Fachkräfte nun sämtliche Grundlagen, die für die Arbeit des Gruppenleiters und einer Führungskraft von Bedeutung sind. Diese Praxisinhalte werden in der Schulausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in durch die Berufskollegs nicht vermittelt. Zu Beginn waren die Aufgaben des Gruppenleiters und das Bild vom Kind, sowie die Raumgestaltung und Farbpsychologie ein Thema. Weitere Inhalte waren bisher Hygiene und Sicherheit und Infektionsschutz, einschließlich Information über Kinderkrankheiten. 

Im Rahmen einer Fortbildung Anfang März 2016 erhielten die eigene Persönlichkeit der lernenden Erzieher/innen und ihre Entwicklung einen besonderen Stellenwert. Im Berufsbild des Erziehers sind die Beziehungsfähigkeit, die eigene Stärke, die Konfliktbewältigung und die Fähigkeit zur Teambildung von fundamentaler Bedeutung. Denn: Erziehung ohne Beziehung – das geht nicht…. Diese Inhalte sollten aber nicht in den Räumen eines der Kindergärten vermitteln werden, wo die Gedanken immer wieder im Alltag hängen blieben, sondern in einer neuen und objektiven Umgebung. Nachdem die Vorsitzende der MAV des Marienhospitals, Ulrike Hartwich und der Geschäftsführer ihr Einverständnis erklärt hatten, reisten die (künftigen) Führungskräfte zu einem verlängerten Schulungswochenende nach Julianadorp in Holland. Im MHG-Ferienhaus konnten sich die Führungskräfte in vielen Übungen und Gesprächen weiter entwickeln und eigene Stärke erlangen. Sie setzten sich umfassend mit dem eigenen Berufsbild und ihrer Erziehungsfähigkeit auseinander. Zwischendurch tat aber auch mal ein langer Strandspaziergang gut, bei dem das Erlebte intensiv verarbeitet werden konnte. Da sich dieses Konzept bewährt hat, werden sie das Haus im Oktober noch einmal zum Thema „ Teamarbeit“ aufsuchen, um weitere besondere Lernerfahrungen machen zu können.

Das Kreuz in der Fastenzeit

Ab Aschermittwoch begleitet die Kinder in unseren Kindergärten in vielfältiger Weise ein Zeichen der Umkehr und Buße, das Kreuz.

Uns Erwachsenen ist die Bedeutung dieses Symbols bewusst und im Kern nachvollziehbar. Doch in jedem Jahr stellt das Kreuz die Erzieher/innen immer wieder vor die Herausforderung, diese Symbolik den Kindern in elementarer Pädagogik zu verdeutlichen. Nach Karneval, am Aschermittwoch führten sie Gesprächsrunden mit den Kindern und erarbeiteten, was die Fastenzeit denn eigentlich bedeutet.

Denn von Propst Paas und Frau Funke-Wydra hatten sie alle beim Wortgottesdienst ein schwarzes Kreuz mit Asche auf die Stirn gezeichnet bekommen. Die Kinder erkannten schnell, was Fastenzeit bedeutet: „Wir verzichten auf was!“ Aber auf was? Ihre Antwort deckte sich mit den Gedanken der Erwachsenen…. Süßigkeiten, Fernsehen, Bonbons, Schokolade… Aber war es das wirklich? Die Kinder begannen danach den Begriff „Fastenzeit“ in Augenschein zu nehmen, denn sie wussten bereits, nach der Fastenzeit wurde Jesus ans Kreuz gehängt und an Ostern hat Gott ihn aus dem Grab auferweckt.

„ Fastenzeit“ – Fasten und Zeit -

Wir fassten mit vielen Süßigkeiten und Leckereien.

Aber Zeit?  Zeit wofür? Wofür brauchen wir Menschen Zeit?

Jonathan hatte die Idee: „ Wir wollen helfen und Zeit mit anderen Menschen verbringen!“

Die Kinder gestalteten schwarze Papierkreuze und schrieben dort ihre Ideen auf. Zeit zum Aufräumen – Zeit zum Helfen – Zeit, um Entschuldigung zu sagen und noch vieles mehr….

Die Kinder wollten im Fasten ihren Mitmenschen Zeit schenken und ihnen damit Freude bereiten. Sie hingen an jedes Kreuz noch eine Tüte Gummibärchen. Denn jede Hilfe sollte so süß sein, wie eine Tüte Gummibären.

Die Kinder zeigen uns immer wieder ganz praktisch und intensiv, wie einfach es ist, Gottes Wort umzusetzen und den Glauben an Jesus Christus weiterzugeben.

Unser Weihnachtsbaum ist der schönste!

Das hat bereits Tradition: Immer kurz vor dem Heiligen Abend kommen Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten St. Martin ins St. Vinzenz-Haus, um den Weihnachtsbaum im Eingangsbereich zu schmücken. Bepackt mit Kartons voller Weihnachtsschmuck, den sie selbst gebastelt hatten, kamen sie auch dieses Jahr und machten sich – unterstützt durch ihre Erzieherinnen – gleich ans Werk. Mit leuchtenden Augen und voller Begeisterung behängten sie die Zweige mit Sternen, Kringeln und Herzen. Viele Seniorinnen und Senioren schauten ihnen dabei zu. Sicher dachte die eine oder der andere dann auch daran, wie es früher war, als sie selbst mit der Familie den heimischen Weihnachtsbaum mit Kerzen, Kugeln und  Lametta verzierten.

Mit einem Weihnachtsständchen verabschiedeten sich die Kinder und marschierten zurück in ihren Kindergarten gleich um die Ecke. Zum Dank für ihre Unterstützung bei den Weihnachtsvorbereitungen nahmen sie zwei große bunte Teller voller Naschereien mit.

Kinder helfen Kindern - ganz praktisch

Kinder sind sehr aufmerksam und sensibel. Und so registrieren auch die Mädchen und Jungen im Kindergarten St. Martin, dass zurzeit viele Menschen, darunter auch Kinder wie sie, vor den schrecklichen Ereignissen aus ihrer Heimat fliehen müssen. Die Erzieher Stefanie Ellermann und Finn Wilms haben ihnen gezeigt, aus welchen Ländern sie kommen. Sehr schnell erkannten sie, dass die fliehenden Menschen weite Meere überwinden oder lange Strecken zu Fuß gehen mussten. Und dann wurden die Kinder still. Es wurde ihnen bewusst, wie wenig die Menschen mitnehmen konnten. Sie fragten: „Haben die Kinder denn gar kein Spielzeug?“
Da wollten sie schnell helfen. Gemeinsam mit Stefanie Ellermann verfassten sie einen Elternbrief und baten darin um Spielzeugspenden. Sie sortierten auch selbst zu Hause Spielzeug aus. Alles brachten sie in den Kindergarten.
In der nächsten Woche feiern wir das Fest des heiligen Martin, bei dem wir traditionell in der Propsteigemeinde mit Bedürftigen teilen. Dieses Fest nahmen wir zum Anlass, Patenschaften zu bilden, von Familien des Kindergartens mit Flüchtlingsfamilien für den großen Martinszug von St. Augustinus. Dazu fand eine Kooperation des Kindergartens St. Martin mit dem Gemeinderat St. Augustinus und der Flüchtlingshilfe von Dr. Al-Jaanabi statt. Die Kinder freuen sich sehr auf einen gemeinsamen Martinszug am 8. November 2015. Aber: „Woher bekommen die Flüchtlingskinder eine Laternen für den Martinszug?“ Kurzerhand organisierten Stefanie Ellermann und Finn Wilms ein gemeinsames Laternenbasteln der Familien. Bei Keksen und Getränken entstanden wunderschöne Laternen. Die sprachlichen Barrieren überwanden Eltern und Kinder mit freundlichen Gesten. Nach gelungenem Basteln sangen die Kindergartenkinder noch lauthals die gängigen Martinslieder mit musikalischer Begleitung von Klavier und Cajon vor. Anschließend wurden große Tüten mit dem gespendeten Spielzeug gepackt, welche die Patenkinder mit nach Hause nehmen durften.
Lauter glückliche Kindergesichter verabschiedeten sich bis zum Wiedersehen beim Martinszug am Sonntag. Es war für alle Beteiligten ein besonders intensives Erlebnis im sozialen Miteinander der verschiedenen Kulturen. Die Kinder entwickelten großes Verständnis für die schwierigen Lebensumstände der Flüchtlingskinder und schulten dabei ihre soziale Bildungskompetenz.
N. Funke-Wydra  (Fotos Kindergarten St. Martin)

Bewegtes Lernen

Bei einem Besuch der „Didacta“-Bildungsmesse in Stuttgart waren zwei Erzieherinnen vom Stand der Firma Kameleon aus Hamburg mit besonderen Bewegungsebenen für den Kindergartenbereich ganz besonders beeindruckt.

Der Wunsch, solch eine Lernlandschaft im Kindergarten St. Martin einzubauen und ein ganzheitliches Lern- und Bewegungsfeld für die Kinder zu schaffen ließ sie nicht mehr los. Nach der Freigabe der Gelder des Unternehmens konnten wir endlich an die Realisierung gehen. Die Kinder als künftige Nutzer wurden im Rahmen der Partizipationspädagogik mit einbezogen. 

Tagelang wälzten sie verschiedene Bücher von Angelika von der Beek zur frühkindlichen Pädagogik und betrachteten umfangreiches Bildmaterial zur Gestaltung der Ebene. Schnell waren sie sich einig. Ein Aufstieg, ein Vogelhäuschen und einen Baumstamm sollte es auf jeden Fall geben. Außerdem wollten sie die Anschaffung unterstützen und organisierten im letzten Jahr ein eigenes Kinder-Kinderfest mit vielen tollen Spielen und einer großen Kaffeestube. Den Erlös übergaben sie an den Geschäftsführer Peter Weingarten, um ihrem Wunsch noch einmal Nachdruck zu verleihen. Anhand gezeichneter Baupläne konnte er gut erkennen, wie sich die Kinder ihren Spielraum vorstellten.

Die Innenarchitekten von Kameleon konnten fast alle Wünsche der Kinder und Erzieherinnen berücksichtigen. Anfang März war es soweit: das sehnsüchtig erwartete neue Herzstück des Gruppenraums wurde endlich eingebaut. So einer besonderen Anschaffung gebührt allerdings auch eine besondere Eröffnung. Die Kinder planten eine Feierstunde mit Tänzen der Igel- und Käferkinder und Liedern des Kinderchores. Kindersekt und ein Eröffnungskuchen sollten ebenfalls gereicht werden. Für die Erwachsenen nahmen sie noch den Kaffee mit in ihre Planungen auf. Und ganz wichtig: Herr Weingarten, Propst Paas und der „Vorlese-Professor“ sollten unbedingt dabei sein. Nach einem tollen Einstieg in der Eingangshalle des Kindergartens unter viel Applaus und staunenden Blicken der Eltern, durfte der „Geldgeber“ auf Wunsch der Kinder, mit ihnen auch das Eröffnungsband durchschneiden. Und dann gab es kein Halten mehr! Die neue Spiellandschaft wurde den ganzen Nachmittag erkundet und bespielt. Es war für alle ein gelungenes Fest.

Überall war Karneval!

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Die Kindergartenkinder von St. Augustinus feierten in bunten Kostümen, mit Helau und viel Spaß

Rosenmontag ist DER Tag zum Feiern! Und das wissen die Jüngsten am allerbesten. So richtig zünftig wurde gestern in allen Kindergärten der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH Karneval gefeiert. Schon lange hatten sich die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen darauf vorbereitet. Passend zum jeweiligen Thema waren die Räume dekoriert, Kinder und Mitarbeiterinnen hatten sich ganz besondere Kostüme ausgedacht. Und die Stimmung war überall prächtig. Es wurde gespielt, gesungen, getanzt und vor allem ganz viel gelacht!

Während die einen noch im Dschungel gefährliche Flüsse auf Brücken überquerten, die Affen fütterten – so einige der Spiele - oder bei der Geisterparty im Schloss Schreckenstein ihren Spaß hatten, feierten die anderen eine Schlossparty mit der Eiskönigin. Dazu gab es im „Schloss“ an der Ringstraße noch eine Musical-Aufführung für die Eltern. Zum Abschluss tanzten dann noch die kleinen Raupen zu dem Lied: "Wir kleinen weißen Schafe".

Für alle war es ein gelungener Tag mit vielen Erlebnissen!

„Gesunde Kinder“

Liebe Eltern,

wir sind glücklich, wenn wir sehen, wie unsere Kinder fröhlich spielen, wie sie lachen und herumtollen. Ihre Gesundheit liegt uns allen besonders am Herzen, Ihnen als Eltern ebenso wie uns als Kinderärzten und Erzieherinnen.

„Gesunde Kinder“ haben wir unsere Veranstaltungsreihe deshalb überschrieben, zu der wir Sie in diesem Jahr schon zum zweiten Mal ganz herzlich einladen. Drei Themen haben wir wieder für Sie ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen Impfungen, ADHS und Kopfschmerzen bei Kindern. Die Referenten sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Klinik. Sie werden sich Zeit nehmen, auf Ihre Fragen einzugehen.

Wenn Sie an einer der Veranstaltungen teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte in Ihrem Kindergarten an.

Ausreifung frühkindlicher Restreflexe

Am 23. + 24. Januar 2015 nahmen 16 Erzieherinnen aus unseren 3 Kindergärten an einer Fortbildung zum Thema: Neurophysiologische Entwicklungsförderung durch das Ausreifen frühkindlicher Restreflexe teil.

In einem spannenden Theorieteil erläuterte am Freitag Christian Peters vom INPP-Bochum ( Institute for neuro-Physiological Psychology) die Auswirkungen von frühkindlichen Restreflexen, wenn sie nicht im 1. Lebensjahr gehemmt werden. Als Ursache für das Fortbestehen der motorischen Einschränkungen, werden die verhäuften Kaiserschnitte und die zu geringe Bewegungsfreiheit der Babys im ersten Lebensjahr angesehen (Tragen im Maxi-Cosi usw.). Besonderen Bezug nahm er auf den Moro-Reflex, den asymmetrischen tonischen Nackenreflex und den tonischen Labyrinth Reflex. Viele Verhaltensauffälligkeiten der Kindergarten- und Schulkinder sind häufig auf das Fortbestehen der Reflexe zurückzuführen. 

Am Samstag durften die Erzieherinnen dann in vielen Selbstversuchen herausfinden, wie eine Reflexauffälligkeit zu erkennen ist. Dabei stolperten sie über die Erkenntnis, dass auch im  Erwachsenenalter manche Menschen noch frühkindliche Reflexe haben, die aber durch eingeübte Körperstrategien nicht mehr offensichtlich zu erkennen sind. Immer wieder wurde auch der Zusammenhang von „Kiss“- oder „Kidd“ und Reflexen deutlich. Im zweiten Teil erlernten die Erzieherinnen dann das Bewegungspräventionsprogramm für Kindergärten, an dem ab Sommer 2015 unsere Maxi-Kinder in allen Kindergärten teilnehmen können.

Denn wie wir jetzt wissen ist das Umsetzen von Intelligenz eine motorische Aktion. Restreaktionen frühkindlicher Reflexe erfordern vom Kind große kompensatorische Leistungen, die zu einer schnellen Ermüdung und zu einer eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit führen. (NDT/INPP)

Text und Fotos: Nicole Funke-Wydra und Stefanie Ellermann

KiSS / KiDD – wie zwei Wirbel die frühkindliche Entwicklung beeinflussen können

Eine Fortbildungsveranstaltung für Erzieher und Eltern

Für die Erzieher/innen der St. Augustinus Kindergarten GmbH war es ein besonderer Donnerstagnachmittag. Der Orthopäde und Manualmediziner Dr. Holger Spittank war zu einer Inhouse-Schulung in die Einrichtung gekommen, um in einem Vortrag zum Thema "KissKidds" und die damit verbundenen Lern- und Leistungsstörungen im Kindesalter zu referieren. Viele Mitarbeiter/innen und Gäste aus Gelsenkirchen und Bochum fanden sich in der Cafeteria des St. Vinzenz-Hauses ein. Denn im Kindergarten St. Martin hätten nicht alle Platz gefunden.

Neben dem Aufnehmen von fundiertem Fachwissen war eine Frage für die Anwesenden besonders spannend: "Ist eine Empfehlung für eine Ergotherapie oder eine logopädische Behandlung durch die Erzieher/innen sinnvoll und die anschließende Therapie überhaupt zielführend, wenn der Halswirbel des Kindes noch blockiert sein könnte?" Dr. Spittank antwortete darauf mit einem einfachen Beispiel: "Glauben Sie, dass Sie eine Tür zuschlagen können, in der immer ein Keil dazwischen liegt?" An diesem Abend ließ er beeindruckte Erzieher/innen zurück und hat manchem sicherlich in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Nach dem 2,5-stündigen Vortrag mit Diskussion nahm er sich dann noch viel Zeit und beantwortete zahlreiche Fragen im Einzelgespräch.

Ganz schön mutig: von Peru nach London

 

Der dm-drogerie-markt in der Bahnhofstraße lud die Maxi-Kinder des Kindergartens St. Martin kostenlos zu einem Kinobesuch ein. Mit dem Linienbus machten sich 15 Kinder auf in das Apollo Kino nach Erle, um sich mit ihren Erzieherinnen den Film „Paddington, der Bär“ anzusehen. Der knuddelige Bär und die Geschichte seiner weiten Reise von Peru nach London waren den Kindern aus Büchern bereits bekannt.

Die Hände gefüllt mit Popcorn und Getränk suchte sich jeder einen Platz im Kinosaal. Gespannt waren alle, wie denn der Film wohl wäre. Einige Kinder waren zum erstenmal im Kino und daher besonders aufgeregt. Mit großen Augen saßen die Kinder in den Reihen und schauten den Film.

Viel gab es anschließend von diesem besonderen Erlebnis zu erzählen und eines war den Kindern besonders wichtig: Paddington liebt Orangenmarmelade!!! Am nächsten Tag wurde dann mit Frau Ellermann aus der Igelgruppe fleißig Orangenmarmelade gekocht. Diese schmeckte den Kindern, wie auch Paddington im Film, besonders gut. Am besten auf kleinen Pfannekuchen. Die Kinder waren sich einig: Das war ein toller Tag….

Adventfenster in der Volksbank Ruhr-Mitte

Und noch ein Adventfenster…. Alle Kindergärten der St. Augustinus Kindergarten GmbH beteiligten sich an der diesjährigen Adventfensteraktion in der Gelsenkirchener Innenstadt. Unter dem Motto: „Auf das Friede werde…“ trafen sich 35 Kinder des Kindergartens St. Martin in der Volksbank Ruhr-Mitte, um ihr Fenster zu öffnen.

Im Kindergarten hatten sie sich in den letzten Wochen mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. Sie erarbeiteten, wie Friede geht…Sie erkannten schnell, dass Jesus ganz viele gute Wörter benutzt hat. Er hat den Menschen gezeigt, dass durch das Benutzen der friedvollen Wörter, Frieden entstehen kann. Schnell war das passende Lied gefunden. „Ein gutes Wort“ sollte es sein. Nun fehlte noch ein passendes Symbol. Die Kinder kannten durch die Schöpfungsgeschichte die Friedenstaube, die ein Zeichen des Bundes zwischen Gott und den Menschen war. Auf viele kleine Federn wurden „gute“ Wörter geschrieben und an die Stellwand gehängt, denn den Kindern war wichtig, dass sich die Menschen besser fühlen, wenn sie sich gute Wörter sagen.

Unsere Kinder setzen einen Adventsimpuls im Marienhospital Gelsenkirchen

Zehn Kinder machten sich mit dem Kinderbus aus dem Kindergarten St. Martin auf zum Adventimpuls ins Marienhospital nach Ückendorf. Nach einer halben Stunde Fußmarsch und einer lustigen Kinderbus-Tour kamen sie frischen Mutes – aber viel zu früh -  auf der Ebene 9 an. Ziemlich lange mussten sie warten. Während die Patienten langsam aus den Zimmern kamen und im Aufenthaltsbereich Platz nahmen, vertrieben sich die Kinder die Zeit mit dem Singen von traditionellen Weihnachtsliedern.  Als auch die Kinder aus dem Kindergarten Hl. Familie in Bulmke-Hüllen den Weg eingetroffen waren, konnte es endlich losgehen.

Pastor Flehmig begrüßte alle Teilnehmer und Frau Evers trug Texte und ein Gebet vor. Aufgelockert wurde das Programm durch die Lieder der Kinder. Aus Bulmke-Hüllen hörte man „Kling Glöckchen klingelingeling“ und die Kinder von St. Martin machten auf die guten Wörter aufmerksam. Zum Schluss brachten alle Kinder noch einen Adventsgruß des Marienhospitals in die Zimmer der Patienten.

Miteinander planen – gemeinsam schaffen – zusammen freuen

Ende Juli übergaben Kinder des Kindergartens St. Martin dem Geschäftsführer der St. Augustinus Kindergarten GmbH Peter Weingarten 34 Geldscheine

Sie hatten selbstständig ein Kinderfest geplant und während dieser Aktion in der Cafeteria kräftig Kuchen verkauft und beim Trödelmarkt die zuvor gespendeten Artikel angepriesen. Da das Kinder-Sportfest mit Sponsorenläufen auf Grund des Pfingststurms leider ausfallen musste, überlegten sich die Kinder kurzerhand ein Musical, welches sie vor Eltern und Verwandten aufführten. Als Eintritt kassierten sie pro Erwachsenem einen Euro. Alle Musicalbesucher wurden anschließend zu Kaffee und Kuchen eingeladen. 430 Euro sind insgesamt dabei zusammen gekommen. Doch warum hatten die Kinder die Idee zu diesen Feierlichkeiten und nahmen diese anstrengende Arbeit auf sich? Sie wünschten sich gemeinsam mit den Erzieherinnen schon einige Jahre eine erhöhte Spielebene für den Gruppenraum. In diesem Jahr soll sie nun endlich angeschafft werden. Im Vorfeld „durchforsteten“ sie viele Fachbücher und suchten daraus Spielelemente für den Bau der Kletter- und Bewegungsinsel. Ihre Wünsche markierten sie mit gelben Klebezetteln, damit auch nichts verrutschen konnte. Die kleinen Architekten zeichneten, nach ihren eigenen Vorstellungen noch Baupläne, die sie ebenfalls Herrn Weingarten übergaben, denn sie wollten für ihre eigene Spielebene auch etwas leisten und zur Anschaffung beitragen. Nun warten sie gespannt, bis die Bewegungslandschaft endlich eingebaut wird.

Kinder und Erzieherinnen fuhren durch das Lummerland ins Reich von Ritter Rost

 

In vielen Aktionen erlebten die Kinder einen bunten Rosenmontagvormittag. Sie fuhren mit der Lokomotive „Emma“ über die Insel. Sie konnten mit selbst verdientem Spielgeld im Laden von Frau Waas Süßigkeiten einkaufen und sie mussten in der Stadt der Drachen Bälle in den Vulkan werfen, damit er wieder zu rauchen begann. In Mandala mussten sie Teller auf Stäben balancieren und Diabolo spielen. Ein tolles Erlebnis, ganz weit weg von zu Hause.

Tolles Ergebnis beim Kleider- und Spielzeugmarkt im Kindergarten St. Martin

703,27 Euro für Haiti

Der Einsatz am Samstag hat sich wirklich gelohnt! Insgesamt 703,27 Euro können die Vorschulkinder aus dem Kindergarten St. Martin  nach ihrem sehr erfolgreichen Kleider- und Spielzeugmarkt an das Projekt „Schulen für Haiti“ überweisen. Weil sie wissen, dass es überall auf der Welt Kinder gibt, die keine Bücher und Hefte für die Schule haben, hatten sie gemeinsam mit den Erzieherinnen zu dem Markt eingeladen. Kleidung in allen Kindergrößen und Spielzeug jeder Art war dort im Angebot. Leckere Speisen und Getränke gab es in der Cafeteria.

Sicherheit geht vor

21 künftige I-Dötzchen zeigten, dass sie das richtige Verhalten im Straßenverkehr beherrschen

„Ihr wart richtig toll“, Thomas Wilger von der Polizei Gelsenkirchen ist begeistert! Die künftigen I-Dötzchen der Kindergärten St. Martin und St. Nikolaus hatten bewiesen, dass sie fit sind für ihren sicheren Schulweg. Vom Kindergarten St. Martin in der Ringstraße waren die Mädchen und Jungen im Abstand von einer Minute gestartet, um den Weg bis zur Georgschule selbständig zurückzulegen. Und im Feierabendverkehr  war das gar nicht so einfach! Aber alle haben es geschafft und sind sicher am Ziel angelangt. Dort gab es dann den begehrten Fußgänger-Pass und eine Urkunde.
Unterwegs leiteten in Warnwesten gekleidete Eltern und Erzieher an kritischen Punkten die Kinder auf den Weg und achteten darauf, dass nichts passiert.

Seit Anfang März hatten einmal pro Woche die Erzieherinnen das Thema Verkehrserziehung mit den Kindern erarbeitet.  Sie hatten den Kindern erzählt und mit ihnen praktisch geübt, was für einen sicheren Schulweg wichtig ist. Besonders spannend und aufregend war es, als Thomas Wilger mit seinem Polizeiauto auf den Kindergarten-Hof fuhr. Die Vorschulkinder durften mit der Polizeikelle winken und echte Handschellen in die Hand nehmen.
Für die Eltern gab es eine Informationsveranstaltung zum Thema Sicherheit im Straßenverkehr.

Spiel und Spaß in allen Räumen

Wenn der Froschkönig mit dem Marienkäfer das Tanzbein schwingt, der Feuerwehrmann mit dem Piraten um die Wette lacht und die Fee mit dem Drachen ein fröhliches Lied singt, dann ist Karneval! Auch die Kinder und Erzieherinnen in den Einrichtungen der St. Augustinus Kindergarten GmbH hatten an den tollen Tagen ganz besonderen Spaß.

Freude schenken

Der Kinderchor St. Martin gestaltete eine Heilige Messe im Marienhospital. Mit ihrem Auftritt bei der Heiligen Messe im Marienhospital bereiteten die Mädchen und Jungen des Kinderchores den Gottesdienstbesuchern im Krankenhaus viel Freude.

Patienten und Mitarbeiter im Krankenhaus dürfen sich schon auf den 19. Dezember freuen. Dann wird der kleine Chor wieder im Haus zu Gast sein, mit einerm Auftritt im Rahmen der disjährigen Adventimpulse auf den Stationen.

Frühling lässt sein grünes Band...

Erzieherinnen, Kinder und Eltern machten den Garten im Kindergarten St. Martin frühlingsfit

Sie harkten und hackten, gruben aus und um, schleppten Unrat beiseite und pflanzten neue Obstbäume: Erzieherinnen, Kinder und Eltern des Kindergartens St. Martin hatten sich an einem Samstag getroffen, um den Garten der Einrichtung fit für den Frühling zu machen. Es gab jede Menge Arbeit und alle packten kräftig mit an. Da wurden Hecken entfernt, Beete vorbereitet und eine Kräuterspirale mit Steinen gelegt und bepflanzt. Nun warten alle auf das Wachsen der Pflanzen im Nasch-, Obst- und Kräutergarten der Einrichtung. Bis zum Sommer ist da viel Geduld gefragt.

Ganz nebenbei haben die Mädchen und Jungen viel über den Garten gelernt. Hintergrund der Aktion ist jedoch, die Kinder an eine gesunde Ernährung heranzuführen. Sie erfahren, woher das Obst kommt und können beobachten, wie es wächst. „Wir möchten unsere Kinder an gesunde Essgewohnheiten heranführen“, sagt Nicole Funke-Wydra, Leiterin der Einrichtung. „Sie werden neugierig darauf, Neues auszuprobieren.“

Mit gemeinsamem Grillen klang der arbeitsreiche Tag aus.

Spielen und lernen mit Nikolaus, Martin und Lucia

Einrichtungen der St. Augustinus Kindergarten GmbH mit neuen Namen

Die Kindergartenarbeit hat eine lange Tradition in der Propsteipfarrei St. Augustinus. Bis zum Ende des vergangenen Jahres gab es zwei Einrichtungen, eine in der Kirchstraße 7 a und eine in der Ringstraße 49. Und so hießen sie auch: Kindergarten Kirchstraße und Kindergarten Ringstraße.
Inzwischen hat die Kindergarten-Familie Zuwachs bekommen. Jüngstes „Kind“ ist das Kinderzimmer am Marienhospital Gelsenkirchen. Wie im echten Leben die Eltern, machten sich hier die Verantwortlichen der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH und vom Projekt „Beruf & Familie“ gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen Gedanken darüber, welchen Namen es künftig tragen soll. Sie waren sich einig: Alle drei Einrichtungen sollen nun „richtige“ Namen bekommen. Namen, die zu uns passen. Kindgerecht sollten sie sein und schon den Jüngsten etwas sagen. Die Mädchen und Jungen sollten zum Namenspatron ihres Kindergartens einen Bezug aufbauen und sich mit ihm identifizieren können. Außerdem sollten sie gut in die Bildungs- und Erziehungskonzepte integrierbar sein.
Die Entscheidung fiel schnell: Der Kindergarten in der Ringstraße ist schon von Anfang an im Haus St. Martin zu finden. Diesen Namen trägt er nun auch. St. Nikolaus heißt die Einrichtung in der Kirchstraße und für das Kinderzimmer wurde St. Lucia ausgewählt.
Heilige mit Vorbildfunktion für Kinder
Die Lebensgeschichten der drei Heiligen erzählen von Erlebnissen und Erfahrungen, die Kindern als Vorbild dienen können. Alle Kinder freuen sich auf das St. Martinfest mit dem Martinszug durch die Stadt oder auf St. Nikolaus, wenn kleine Geschenke in den Schuhen stecken.
Damit die Einrichtungen mit ihren Namenspatronen auch rein äußerlich erkennbar sind, wurden drei Logos entwickelt.
Aus dem Leben von Martin, Nikolaus und Lucia
St. Martin: Die Mantelteilung ist die bekannteste Begebenheit aus dem Leben des Heiligen Martin. Nach seinem Austritt aus der Armee lebte Martin als Mönch an verschiedenen Orten. Er setzte sich für die Armen und Benachteiligten ein und wurde zum Bischof von Tours gewählt.
St. Nikolaus: Nikolaus lebte in der heutigen Türkei. Um ihn ranken sich viele Legenden. So soll er junge Frauen vor der Prostitution bewahrt haben, in dem er ihnen eine Mitgift gab. Während einer Hungersnot bat er von jedem der eingehenden Schiffe 100 Scheffel Getreide und konnte davon seine Gemeinde mehrere Jahre ernähren. Mit seinem Gebet erreichte er, dass auf den Schiffen nichts fehlte.
Lucia bedeutet „die Leuchtende“. Vor allem in Schweden wird der Lucia-Tag (13. Dezember) noch heute begangen. Die älteste Tochter der Familie geht am Morgen mit einem Lichterkranz auf dem Kopf durch das Haus und kündet die Geburt Jesus, der das Licht der Welt ist, an.

„Kinderlärm soll stören? - Uns nicht“

Bewohner im St. Vinzenz-Haus und Kindergartenkinder kommen gut miteinander aus.

Änne Rogalla konnte es kaum fassen: Da forderte ein Politiker doch tatsächlich, den Bau von Kindertagesstätten in Wohngebieten nicht mehr zuzulassen.
„Ich bin erschüttert“, zeigte sich die Bewohnerin des St. Vinzenz-Hauses Pflege- und Betreuungseinrichtung empört: „Der war doch auch einmal Kind und beim Spielen bestimmt nicht nur leise.“
Die Politiker-Forderung wurde glücklicherweise nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil: Nach der Verabschiedung einer Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes am 15. Februar durch das Bundeskabinett müssen Anwohner und Nachbarn von Spielplätzen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen mit den lauten Geräuschen der spielenden und herumtollenden Kinder leben. Sie sind nun kein Grund mehr, um vor Gericht zu ziehen.
In der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH funktioniert das Miteinander der Senioren im St. Vinzenz-Haus Pflege- und Betreuungseinrichtung und den Kindern im Kindergarten St. Martin auch ohne gesetzliche Vorschrift. Beide Einrichtungen befinden sich in einem Gebäudekomplex an der Ecke Ring-/Kirchstraße. Ein großer Garten lädt die Senioren zum Verweilen ein. Auch Feste werden hier gefeiert. Im anderen Teil des Gartens spielen und tollen die Mädchen und Jungen im Sandkasten, auf Klettergerüst und Rutsche und anderen Spielgeräten. Kein Zaun trennt beide Generationen von einander. Da könnte Ärger vorprogrammiert sein. Doch hier Fehlanzeige! Jung und alt kommen gut miteinander klar. Weil Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme gut funktionieren und jeder die Bedürfnisse des anderen achtet.
So profitieren Senioren und Kinder von dieser Nachbarschaft. Bei gemeinsamen Veranstaltungen, z.B. im Rahmen der Gottesdienstreihe „Kirche mit allen Sinnen“, Besuchen der Kinder zu St. Martin oder zum Karneval ist den Senioren anzusehen, dass sie sich freuen. Vielleicht denken sie dabei manchmal an die eigenen Kinder und Enkel, die nicht immer in der Nähe leben.
Die Mädchen und Jungen kennen keine Berührungsängste. Wenn sie auf dem Spielplatz herumtollen, kommt es immer wieder einmal zu Begegnungen mit den älteren Menschen, die sich im Garten des St. Vinzenz-Hauses aufhalten. Kein Zaun trennt sie voneinander. Da die Großeltern oft gar nicht in den Familien leben, ist das eine Gelegenheit, etwas über die andere Generation zu erfahren.
Änne Rogalla lebt schon seit sechs Jahren im St. Vinzenz-Haus. Aus ihrem Fenster kann sie die Kinder spielen sehen und auch hören: „Das hat mich noch nie gestört“, sagt sie und lacht.

Alles neu im Kindergarten

Endlich! Im Kindergarten in der Ringstraße 49 bestimmen wieder Kinderlachen, fröhliches Rufen und laute Spiele die Geräuschkulisse. Das Hämmern, Klopfen, Mauern und Sägen der vergangenen Wochen und Monate hat ein Ende!
Nach einem vollständigen Umbau haben die Mädchen und Jungen ihr Reich wieder in Besitz genommen. Und einen „richtigen“ Namen hat die Einrichtung nun auch: sie heißt nun Kindergarten St. Martin.
„Anfang Mai haben die Arbeiten begonnen“, erzählt die Leiterin der Einrichtung, Nicole Funke-Wydra: „Es wurden Wände versetzt, Türen zugemauert und neue installiert. So entstand ein ganz neues Raumkonzept. Und weil alle wirklich an einem Strang gezogen haben, konnten wir dieses Projekt überhaupt so realisieren.“ Denn obwohl der Umbau in allen Räumen lief, ging der reguläre Kindergartenbetrieb weiter. Viel Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme waren da notwendig. So ruhten in der Mittagszeit, wenn für die Kinder Schlafenszeit angesagt war, die Arbeiten. „Andererseits“, ergänzt Nicole Funke-Wydra, „haben unsere Kinder in dieser Zeit auch viel gelernt. Allen, Kindern, Eltern, Mitarbeiterinnen und Handwerkern, gebührt ein herzlicher Dank, dass sie die Bauzeit gemeinsam durchgestanden haben!“

Notwendig wurden die Arbeiten, weil die Einrichtung mit ihrer alten Raumaufteilung nicht die Forderungen und Vorschriften des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe erfüllte. Und es hat sich wirklich gelohnt. In neuem Glanz erstrahlen alle Räume. Angefangen von der Sanitärausstattung in den Waschräumen mit integriertem Planschbecken, Kinder- und Babytoiletten, Wickelablagen für die ganz Kleinen bis hin zu den Bewegungsräumen, den Schlaf- und Ruheräumen und neuen Küchenzeilen ist alles kindgerecht auf die Bedürfnisse der Knirpse zugeschnitten.

Insgesamt 80 Plätze bietet die Einrichtung, davon 75 mit Ganztagsbetreuung. 15 Plätze sind den jüngsten, den Kindern im Alter unter zwei Jahren bei den „kleinen Raupen“, vorbehalten. Je nach ihrem Entwicklungsstand werden in dieser Gruppe weitere 12 Kinder im Alter bis zu drei Jahren betreut und begleitet.
Damit die Einrichtung künftig den Vorgaben des Landschaftsverbandes entsprechen kann, werden mit Beginn des nächsten Kindergartenjahres im August 2011 trotz Umbau nur noch 70 Plätze angeboten werden. „Schon jetzt ist unsere Warteliste lang. Dann werden wir leider noch weniger Eltern ihren Wunsch, ihr Kind bei uns zu betreuen, erfüllen können. Betreuungsplätze für Kinder unter zwei Jahren sind immer noch rar. Außerdem können wir mit Stolz sagen, dass wir wirklich schon über jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen“, berichtet Nicole Funke-Wydra.