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WAS moderne Chirurgie alles kann

Am 27. September 2017 findet das nächste WAZ-Medizinforum statt. Die WAZ kündigte diese Veranstaltung in der Ausgabe vom 30.8. mit einem Artikel an:

WAZ-Medizinforum mit dem Marienhospital rund um Operationen. Experten erläutern verschiedenste Techniken mit Vor- und Nachteilen

Sibylle Raudies

 

Gelsenkirchen. Die Möglichkeiten der modernen Chirurgie stehen im Mittelpunkt des nächsten WAZ-Medizinforums mit dem Marienhospital Gelsenkirchen am Mittwoch, 27. September, ab 18 Uhr im Wissenschaftspark an der Munscheidstraße 14. „Ohne Narben aus dem Operationssaal“ ist der provokante Untertitel der Veranstaltung, in der es jedoch nicht nur um alles gehen soll, was machbar ist, sondern vor allem um moderne Techniken, die optimal sind für den jeweiligen Patienten. Was nicht in jedem Fall zwingend die narbenfreieste Methode sein muss.

„Als ich 1997 als Chirurg begonnen habe, hieß es noch: Große Chirurgen, große Schnitte! Das ist zum Glück vorbei. Die Möglichkeiten der modernen Chirurgie haben sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt“, erklärt Professor Andreas Raffel, Chefarzt der Klinik für Chirurgie (Allgemein-,Viszeral-, Endokrine, Thorax-, Gefäß- und Kinderchirurgie) am Marienhospital Gelsenkirchen.

Der Chefarzt wird zum Auftakt erklären, welche operativen Techniken es heute in der endokrinen Chirurgie, also bei Operationen der hormonproduzierenden Organe wie Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebennieren, gibt. Die endokrine Chirurgie ist ein Schwerpunkt im Marienhospital, seit Raffel von der Düsseldorfer Uniklinik hierhin wechselte. Im WAZ-Medizinforum geht es jedoch um die gesamte operative Palette des Hauses.

In einem zweiten Vortrag wird der leitende Oberarzt der Klinik für Chirurgie, Privat-Dozent Markus Krausch, sich der „gastrointestinalen Chirurgie“ widmen, also Operationen im Fall von Magen- und Darmentzündungen sowie Tumoren in dem Bereich. Der dritte Vortrag, gehalten von Oberarzt Dr. Christian Herdter, befasst sich mit neuen Möglichkeiten und angewendeten Praktiken im Marienhospital im Bereich der Hernienchirurgie. Gemeint sind damit Eingriffe bei Nabel-, Narben-, Leisten- und Zwerchfellbrüchen.

Im Rahmen der Vorträge werden die drei auf die einzelnen Krankheitsbilder und deren operative Versorgung eingehen, aber auch auf die verschiedenen Ansprüche von Patienten und Krankenkassen. Thema wird die Schmerz- und Komplikationsfreiheit ebenso sein wie ein möglichst kurzer Krankenhausaufenthalt und „kosmetisch ansprechende Ergebnisse“. Beleuchtet wird auch, inwieweit bei Tumoroperationen in Schlüssellochtechnik ein onkologisch gleichwertiges Ergebnis erzielt wird wie bei Schnitten.

Eine Gratwanderung

„Diesen Ansprüchen gerecht zu werden, ist eine chirurgische Gratwanderung zwischen dem möglich Machbaren in der heutigen modernen Chirurgie“, erklärt Andreas Raffel. Zum Abschluss des Forums wird es daher auch eine Bewertung geben, welche chirurgischen neuen Techniken wirklich sinnvoll sind und dem Patienten nutzen. Und welche Spezialisierung der Chirurg braucht, um alle neuen Methoden zu beherrschen und konsequent nutzen zu können.

Während der Vorträge, aber auch im Anschluss daran, können Zuhörer Fragen zu den Themen stellen. Wenn es um persönliche, individuelle Fragen geht, stehen die Experten nach dem Forum wie immer auch zu einem Vier-Augen-Gespräch zur Verfügung. Die Moderation des Forums übernimmt WAZ-Redakteurin Sibylle Raudies. Nach Vorträgen und Diskussion gibt es einen kleinen Imbiss.